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Los geht's

Das Haus der tausend Lebensläufe

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Eine Reportage von Marcel Ruge
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Das Jobcenter Bremerhaven hat zwei Standorte.
Den ersten Kontakt machen Arbeitssuchende im Stadthaus 3. In dem Gebäude an der  Hinrich-Schmalfeldt-Straße sind die Eingangszone und auch die Leistungsabteilung untergebracht. Hier geht es ums Geld.
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Bitterer Beigeschmack

Im in der Nähe der Geesteschleife geht es um die Arbeitsvermittlung. Rund 100 Vollzeitstellen sind hier dafür vorgesehen, um Menschen wieder in Arbeit zu bringen.

Fertiggestellt wurde das Haus im Jahr 1993. 50 Millionen D-Mark hat der Neubau damals gekostet. Für viele Bremerhavener hat der Standort einen bitteren Beigeschmack. Bis 1986 war hier die Rickmers Werft angesiedelt. Als das Traditionsunternehmen seinen Betrieb einstellt und in die Insolvenz geht, verlieren rund 1000 Menschen ihre Arbeit. Heute kommen hier die Menschen her, die keine Arbeit haben.

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- 270 Menschen arbeiten im Jobcenter Bremerhaven

- 12400 Arbeitslose werden hier betreut

- Davon gelten 70 Prozent als langzeitarbeitslos

- Rund 12,7 Millionen Euro stehen für die Vermittlung von Arbeit zur Verfügung
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Horst Brickwedel

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Der 49-Jährige ist seit neun Jahren Arbeitsvermittler beim Jobcenter Bremerhaven. Er ist Experte für die Kraftfahrtbranche und betreut 150 Kunden. Er wolle keinen Menschen in einen Job "prügeln", sagt er. Das mache keinen Sinn. Er könne ohne Arbeit nicht. Aber er kann auch verstehen, wie schwer es ist, wieder in den Arbeitsalltag zurückzufinden, wenn man lange aus dem Berufsleben raus ist.
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Der Vermittler

Jobvermittler Horst Brickwedel im Interview über den Weg zurück zur Arbeit, seine Möglichkeiten und Erfolge.

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Ralf Rademacher

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Der 49-Jährige ist ein Quereinsteiger und kommt aus der Versicherungsbranche. Es brauche Empathie, um sich in die Lage der Arbeitslosen hinzuversetzen, sagt er. Er müsse viel Sozialarbeit leisten, bevor er in die eigentliche Arbeitsvermittlung einsteigen könne.
Das Projekt, für das er arbeitet, soll Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit bringen. Die Mitarbeiter des Jobcenters stellen den Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern her. Diesen wird eine Anstellung zum Beispiel mit Lohnzuschüssen schmackhaft gemacht. Die Arbeitsuchenden bekommen Hilfe bei den Bewerbungsschreiben. Sie erhalten Gutscheine für Bewerbungsfotos und können ein Auto des Jobcenters nutzen.
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Der Kontakteknüpfer

Ralf Rademacher kümmert sich in einem speziellen Projekt um die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen. Im Interview spricht er über die Bedeutung von Arbeit und die Belastungen von Arbeitslosigkeit.  

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Cathrin Herz

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Die 25-Jährige ist seit fünf Jahren arbeitslos, hat über hundert Bewerbungen geschrieben, ist aber nur zweimal zum Gespräch eingeladen worden. Für die gelernte Verkäuferin würde ein Job Freiheit bedeuten:

"Wenn ich Arbeit hätte, das wäre ein Stück Freiheit, sich selber zu überlegen, was man machen kann, ich könnte mir überlegen, in eine eigene Wohnung zu ziehen, nicht mehr bei meiner Mutter zu wohnen, das wäre schon nicht schlecht."
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Udo Bartau

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Bei ihm liegen die Zahlen auf dem Tisch.  Udo Bartau ist der stellvertretende Geschäftsführer des Jobcenters. Seine Statistiken zeigen, wie erfolgreich die Arbeit der Jobvermittler ist. Rund 3000 Menschen habe man im vergangenen Jahr in Arbeit bringen können, sagt Bartau. Etwa 60 Prozent seien nach einem halben Jahr noch im Job. Bei den Langzeitarbeitslosen sind die Zahlen allerdings nicht so rosig. Sie machen einen Großteil der "Kunden" beim Jobcenter aus. Im vergangenen Jahr konnten die Mitarbeiter ihren Bestand nur um 0,5 Prozent reduzieren.
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Der Mann der Zahlen

Der stellvertretende Geschäftsführer des Jobcenters Bremerhaven, Udo Bartau, im Interview über die Erfolge seiner Mitarbeiter und die Menschen hinter den Zahlen.

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Eine Reportage von

Marcel Ruge
(Redaktion, Kamera und Schnitt)
Bilder: Ruge, Scheer, Archiv

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